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Salzsäulengefährdet?

27 Februar 2008

Sie wagte den Blick ins Innere.

Eine groteske Mischung aus neongelben Technohosen, grellen Fellstoffen, diversem Szeneschmuck und Metal–Postern, kitschigen Gothicfiguren und Plattenregalen füllte das unübersichtliche Kellergewölbe; Die Verbindung des Unvereinbaren manifestierte sich an diesem absurden Ort.
Schwarz gekleidete Ledermantelträger drängten sich auf den zahlreichen Treppen an grell geschminkten Ravermädchen vorbei, ein ungeheurer Trubel herrschte.
Die Geräuschkulisse, die sie sich lebhaft vorstellen konnte, drang dank der dicken, schief eingepassten Scheiben nicht zu ihr nach draußen.
Noch während ihr bewusst wurde, dass sie - gleich Andersons „Mädchen mit den Schwefelhölzern“ - von Fenster zu Fenster gelaufen war, um die Bilder in sich aufzusaugen, bemerkte sie, dass etwas fehlte.
Einen suchenden Blick durch das kalte Glas später konnte sie ihn im Inneren ausmachen.
Für logisches Denken oder dergleichen war angesichts der in ihr aufsteigenden Panik wenig Zeit.
Die Jagd begann.

Sie wachte auf. Der Tag war gelaufen.

(Copyright liegt bei mir.)

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25 Januar 2008

We saw things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. We watched C-beams glitter in the dark near the Tanhauser gate. But soon all those moments would be lost in time - like tears in rain..

(weiß jemand woher das ist?)

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Lucid.

23 Januar 2008

Praised be man

he is existing in milk, and living in lillies

and his violin music takes place in milk and creamy emptiness.

Praised be the unfolded inside petal flesh of tenderest thought

praised be delusion; the ripple

praised be the holy ocean of eternity

praised be I, writing, dead already, and dead again.

- Jack Kerouac

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Darkroom 2.0

19 Dezember 2007

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Rastlosigkeit und der Ur-Dualismus

10 September 2007

Faust (allein).
Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles,
Warum ich bat. Du hast mir nicht umsonst
Dein Angesicht im Feuer zugewendet.
Gabst mir die herrliche Natur zum Königreich,
Kraft, sie zu fühlen, zu genießen. Nicht
Kalt staunenden Besuch erlaubst du nur,
Vergönnest mir, in ihre tiefe Brust
Wie in den Busen eines Freunds zu schauen.
Du führst die Reihe der Lebendigen
Vor mir vorbei, und lehrst mich meine Brüder
Im stillen Busch, in Luft und Wasser kennen.
Und wenn der Sturm im Walde braust und knarrt,
Die Riesenfichte stürzend Nachbaräste
Und Nachbarstämme quetschend niederstreift,
Und ihrem Fall dumpf hohl der Hügel donnert,
Dann führst du mich zur sichern Höhle, zeigst
Mich dann mir selbst
, und meiner eignen Brust
Geheime tiefe Wunder öffnen sich.
Und steigt vor meinem Blick der reine Mond
Besänftigend herüber, schweben mir
Von Felsenwänden, aus dem feuchten Busch
Der Vorwelt silberne Gestalten auf
Und lindern der Betrachtung strenge Lust.
O dass dem Menschen nichts Vollkommnes wird,
Empfind’ ich nun. Du gabst zu dieser Wonne,
Die mich den Göttern nah und näher bringt,
Mir den Gefährten, den ich schon nicht mehr
Entbehren kann, wenn er gleich, kalt und frech,
Mich vor mir selbst erniedrigt, und zu nichts
Mit einem Worthauch, deine Gaben wandelt.
Er facht in meiner Brust ein wildes Feuer
Nach jenem schönen Bild geschäftig an.
So tauml’ ich von Begierde zu Genuss,
Und im Genuss verschmacht ich nach Begierde.

Nicht umsonst die einzigen Zeilen im ganzen Stück, die ohne Reime auskommen.

Ich fühle mich ihnen verbunden, sie drücken aus was ich schwer kann - der benötigte, melancholisch-nachsinnende Akt des Sehnens ist letztenendes ebenso notwendig wie das “Ziel”, der Genuss selbst. Und wird so selbst zum Genuss.

Wobei wir wieder bei unserem Kreis und bei “Der Weg ist das Ziel” wären, und den Bogen zur Frage “Was sind ‘gut’ und ‘böse’?” schlagen sollten.

Zwei Möglichkeiten bieten sich an:

1.: Gut und Böse sind real existierende Entitäten auf ontologischer Ebene. Sie sind sozusagen Prinzipien des Seins oder Strukturmomente des Seins. Der Mensch erkennt diese Strukturen. Sie haben auch unabhängig vom Menschen Gültigkeit.

2: Gut und Böse sind begriffliche Konstrukte. Ihnen kommt auf ontologischer Ebene keine Realität zu. Sie sind Strukturmomente des menschlichen Verstandes, unabhängig vom Menschen haben sie keine Realität. (Nicht weil dann niemand da wäre, der sie erkennen könnte, sondern weil es sie dann gar nicht gäbe.)

Die erstere, auch durch das Christentum geprägte Interpretation ist heute eher weniger gebräuchlich,aber ebenso interessant.

Für die zweitere Interpretation sprechen mehrere Punkte:

-Jeder Mensch trifft über die Dinge in seiner Welt objektive Aussagen und bewertet sie individuell. Diese Bewertungen unterscheiden sich demnach von Mensch zu Mensch.

-Sind ‘böse’ Dinge, die man bekanntlich zwingend braucht, um das ‘Gute’ überhaupt wahrzunehmen (wie bei Licht/Schatten) wirklich ‘böse’? Kann etwas das der Mensch braucht auch auf den zweiten Blick wirklich ‘böse’ sein? Kann somit eine allgemeingültige Bewertung als eindeutig ‘gut’/'böse’ überhaupt gemacht werden?

Und letztenendes:

-Ist es einem Menschen, der den (durch soziodynamische Prozesse selbsterschaffenen?) Dualismus ‘gut’/'böse’ zwingend benötigt, um sein Leben zu strukturieren, überhaupt möglich, über selbigen rational nachzudenken? Schließlich ist jenes Denken fest im Griff dieser Einordnung. Eine Andere Vernunft/Einordnung als die des Menschen ist für einen Menschen nur schwer nachvollziehbar

-Wenn ‘gut’ und ‘böse’ eigentlich beide ‘gut’ sind (wenn auch nur über das Prädikat “notwendig, um das ‘Gute’ zu erkennen”) ,warum fällt dieser Dualismus dieser Tatsache nicht zum Opfer? Warum hat der Mensch den (für ihn) orientierunglosen Zustand des “Zusammenfalls der Gegensätze” noch nicht flächendeckend ereicht?

Richtig, weil er ihn braucht wie kaum etwas anderes auf geistig-moralischer Ebene. Und weil der Mensch letztenendes auch “notwendige” Dinge wie z.b. Seuchen, Kriege, Streit,.. nicht als ‘eher gut’ sondern als ’schlecht’ ansieh - ist wohl mit dem Überlebenstrieb gekoppelt fest in uns verwurzelt.

Hier könnte ich wieder den Bogen zu Nirwana, Erleuchtung, Seelenfrieden, Selbstlosigkeit - oder, falls man den Zusammenfall für etwas ‘Schlechtes’ hält, zu Rastlosigkeit, Nihilismus u.ä. - schlagen.
Die Einschätzung der eigenen Lage als ’schlecht’ geht einem ‘guten’ Interpretation meist voraus. Erstere geht mit der Wahrnehmung, letztere mit der Akzeptanz des Zusammenfalls einher.

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-’gut’/'böse’ in diesem Artikel sind Stellvertreter für sämtliche Einordnungen unter diese zwei Oberbegriffe (z.B. angenehm,schön,.. zu ‘gut’ /unangenehm,hässlich,.. zu ‘böse’ bzw ’schlecht’)

-Alles oben Geschriebene sind lediglich Thesen aus meinem Blickwinkel heraus, ich bezweifle die Existenz einer allgemeingültigen Lösung des Konflikts. Andere Menschen können hier grundlegend anders denken.

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THairrorist.

2 August 2007

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Erinnerungen.Träume. Das Versinken.

19 Juni 2007

Getragen von der Melodei, die leise mich berührt,
Entrückt von Weltenschmerz und Zweifels Stich,
tausendfach verführt

Ich leide viele Tode, und doch ist mir so leicht
Auf hellen starken Schwingen dies Mut zuspricht
und Seligkeitkeit verheißt

Luzide Geister ranken sich um Träume aller Art
und einzig in der Emotion und Träne sich
das Wahre offenbart

Ein unbeschrieb’nes Schweben in federleichtem Glück
bringt Kraft verlorener Gedanken, der Wünsche Macht,
gar Kindertraum zurück

Copyright: Ich.

Was überirdische Musik nicht alles bewirken kann.

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Gedankennetze spannen.

7 Mai 2007

Gerade noch hatten sie sich über das Knattern der alten Motoren beschwert, sich angesichts des Preises von zwei Groschen, den der Fischer ihnen für die Rundfahrt genannt hatte, ins Fäustchen gelacht und der jungen Mutter zugeschaut, die genervt ihr kleines blondes Töchterchen, das seiner dahinschmelzenden Eiskugel hinterherquengelte, zu beruhigen suchte.

Viele hatten sich ausgemalt wie es wohl wäre, dem Mädchen eine weitere Kugel zu spendieren und im Geiste bereits das glockenhelle Lachen gehört, zu dem nur Kinder fähig sind.

Die Vorstellung in die Tat umgesetzt hatte keiner.

Nicht der selbstgefällige Geschäftsmann, dessen Lieblingsthemen Aktienkurse und Geldanlagen waren und der seit seiner Scheidung jeden Abend eine halbe Flasche Johnny Walker Blue Label zu vernichten pflegte, auch nicht die alte, sanftmütige Frau, die trotz der irisierenden Blaufärbung des Wassers über den berühmten Korallenbänken kaum einmal von ihrem Buch aufschaute, das mit ihr gealtert zu sein schien.

Das kleine Mädchen mit den blonden Haaren hatte sich indessen unter den wachsamen Augen seiner Mutter weit über die Reling gebeugt, staunte über die Fische, die fröhlich durch die Korallen glitten und scherte sich – sehr zum Verdruss der Mutter, die um das blasslila Hemd fürchtete - nicht um die abblätternde Farbe, die das ärmliche Fischerboot nur leidlich verschönert hatte.

Der Geschäftsmann fragte sich währenddessen, wie er auf die schwachsinnige Idee gekommen war, eine Reise würde ihn seine Probleme vergessen lassen, und sehnte sich nach der Hotelbar. Die alte Frau genoss die untergehende Sonne und las die letzten Seiten.

Der Fischer wusste, dass ihn noch viel Arbeit erwartete - die Netze mussten eingeholt, geflickt und zum Trocknen ausgebreitet werden, der erwartungsgemäß geringe Fang musste verkauft und das Boot angebunden werden.

Versonnen strich der bärtige Mann über das sonnengewärmte Segel. Er lächelte wie das kleine blonde Mädchen, das ihn beim Anlegen so glücklich angestrahlt hatte.

(Copyright liegt bei mir.)

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Melancholia

19 März 2007

(Verdammt,ist das genial geworden :))

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Kreis?Kreis.

15 März 2007

Ich zweifle, also bin ich.

Nebenbei: hat jemand ein Mindmap Prog,mit dem man Kreise schließen kann?