Sie wagte den Blick ins Innere.
Eine groteske Mischung aus neongelben Technohosen, grellen Fellstoffen, diversem Szeneschmuck und Metal–Postern, kitschigen Gothicfiguren und Plattenregalen füllte das unübersichtliche Kellergewölbe; Die Verbindung des Unvereinbaren manifestierte sich an diesem absurden Ort.
Schwarz gekleidete Ledermantelträger drängten sich auf den zahlreichen Treppen an grell geschminkten Ravermädchen vorbei, ein ungeheurer Trubel herrschte.
Die Geräuschkulisse, die sie sich lebhaft vorstellen konnte, drang dank der dicken, schief eingepassten Scheiben nicht zu ihr nach draußen.
Noch während ihr bewusst wurde, dass sie – gleich Andersons „Mädchen mit den Schwefelhölzern“ – von Fenster zu Fenster gelaufen war, um die Bilder in sich aufzusaugen, bemerkte sie, dass etwas fehlte.
Einen suchenden Blick durch das kalte Glas später konnte sie ihn im Inneren ausmachen.
Für logisches Denken oder dergleichen war angesichts der in ihr aufsteigenden Panik wenig Zeit.
Die Jagd begann.
Sie wachte auf. Der Tag war gelaufen.
(Copyright liegt bei mir.)
