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Innocence and Enlightenment. And Innocence.

21 April 2009

Innocence is „beeing shameless“.

Well,of course I don’t mean the common connotation of „shameless“ society brought us up with due to Christianity’s influence.
I don’t mean the absence of morals, of respect or having 50 ex-partners by the age of 25.
I mean the absence of acquired bad feelings about natural things such as feelings, perceptions, emotions. (It pains me a bit to feel the urge to explain that, but I can’t trust in people’s ability to get me the right way.)

Actually I consider that to be more fitting to the christian beliefs that still influence our surrounding – the purity of what was „before“ our world now, according to the bible, was a place without guilt, shame or sins.
When Eva took the apple in paradise that would „make her like god – you will be able to decide right from wrong“, she chose the ability to feel shame, but she also chose the ability to use her own mind and judge things. The bible tells us nothing apart from Kant’s theories and I dare to say that Kant, as a faithful christian, saw these hints.
(We could now discuss if the christian god is a malicious or a very caring god due to his attempts to keep the humans from gaining knowledge, but I am not a very christian person but on the other hand way too old to talk about religions in a bad way, so I will just leave this part blank. I try to talk about the theory, not the believe-it-or-not-part.)

We can find this tension between shame and sin on the one, purity and innocence on the other hand in most of the religions, especially in the pre-christian ones.
It is the most logical thing to me that these subjects and the fragile balance between them always has fascinated humanity (and obviously still does, hence me writing about it)
The fascinating thing for me is the fact that only the societies/ religions influenced by the (catholic) church consider the apple/ knowledge to be a sin and have therefore problems with sexuality, feelings and morals, but we all knew that it’s mostly the people instrumentalizing theories and not the theories theirselves that cause bad things so why shouldn’t I search for ancient knowledge in religious books?

Another example?
Lucifer. (latin „lux ferre“ – „He who bears the light“).
The fire, the eternal flame of wisdom, stolen from god(s) and given to mankind.
The lightbearer (Enlightenment, doen’t that ring a bell?), doomed for making the humans godlike.
We can find this motif in nearly all („western“) mythologies, no matter if pre-christian or not.
Lucifer Prometheus, Loki,.. - these mythological lightbearers are described as rather bad than good characters (bad for the gods, hence good for humanity’s enlightenment) – the christian interpretation is the worst one, though.

Also, I can see a deeply sexual and innocence-linked meaning in all this.
Prometheus is the morning star, the greek pendant to the roman Venus.
He brings the light, as Venus, as the sign for female fertility and sexuality, gives birth to life.

I could go on with ancient symbols and mythologies for at least ten more pages, did i mention the Pentagram yet? Golden section, search for perfection, da Vinci, Venus, Enlightenment.
I won’t write more, I have to go to bed.

The connections are everywhere, it is unbelievably fascinating for me to see the ancient thoughts mingle with thoughts from the age of enlightenment and our „modern“ society and philosophies.

And: I do not only think about sex while writing this, yet sex is the perfect example for what I’m trying to say- Is there something more innocent than two bodies converging like two different kinds of honey, colliding like waves of the oceans?

Our life is full of opposites.
In the dephts of night our fire is the brightest light,
and in the morning sun we are nothing but ashes and bloodwinds.

How can I break this circle? I must become the flame. Not the burning tree.

I.S. 20.04.2009

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Nihilismus (nach Nietzsche)

10 April 2009

Da ich neulich schon bei Nietzsche war, hier ein kurzer Essay. Schon etwas älter, aber immer wieder interessant.


Hauptaussagen – Nietzsches Nihilismus:

Nihilismus im allgemeinen Sinn bezeichnet eine Weltanschauung, die einen Sinn der Existenz, eine greifbare Wahrheit (und somit auch „feststehende“ Wahrheiten und Erkenntnisse) verneint.

Nietzsche formuliert den Nihilismus insbesondere mit diesen Argumenten:
–>„Es ist nichts mit der Moral: moralische Werte haben keine unbedingte Geltung, sondern sind nur in einer bestimmten Situation nützlich oder nutzlos.“
–>„Es ist nichts mit der Wahrheit: Unbezweifelbare, objektive und ewige Wahrheiten sind nicht erkennbar. Wahrheit ist stets subjektiv.“
–>„Gott ist tot: Es existiert keine übergeordnete, ewige Instanz. Der Mensch ist auf sich selbst zurückgeworfen.“
–>„Die ewige Wiederkehr des Gleichen: Geschichte ist nicht finalistisch, es gibt keinen Fortschritt und kein Ziel.“

Anhand der Parabel „Der tolle Mensch“ von 1882 lässt sich Nietzsches Übermensch-Theorie gut nachvollziehen:

–> Am Anfang steht der Mensch, der an Gott glaubt: Gott stellt für diesen eine allumfassende, (lebens-)notwendige Macht/Größe dar

–> Die Loslösung des Menschen von Gott („Ermordung Gottes“), eine Art religiöse Aufklärung (Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten religiösen Unmündigkeit) hat weniger einen „befreienden“ Effekt, sondern hat einen

–> Sturz des Menschen in eine tiefe Bedeutungslosigkeit zur Folge: durch den Wegfall der wichtigsten Bestimmgröße menschlicher Existenz – der höheren Macht – wird der Mensch auf sich selbst zurückgeworfen:
- Moral und Werte, die auf dem christlichen Glauben gründen, verlieren ihre Grundlage
- die einzige, einst unbezweifelbare Wahrheit (Gott) hat sich als unwahr entpuppt und da der Mensch stets subjektiv ist, wird es keine weiteren allumfassenden Wahrheiten mehr geben.

–> der Mensch versinkt im Nihilismus

Ähnliches Gedankengut findet sich auch bei anderen Intellektuellen: Goethe schrieb 1774 in einem Brief an Betty Jacobi:
„Wer an nichts glaubt verzweifelt an sich selber.“


Die Befreiung vom Nihilismus stellt die Entwicklung zum Übermenschen dar:
Als Übermensch wird ein „Idealmensch“ bezeichnet, welcher über die gewöhnliche Existenz eines „normalen“ Menschen hinausgewachsen ist.
Das Konzept des Übermenschen stellt eine radikale Lebensbejahung trotz des und gegen den Nihilismus dar. Der Übermensch gilt somit als Überwinder des Nihilismus. Er entwickelt den „Willen zur Macht“ und ist der Schöpfer neuer Werte, die er aus sich selbst bezieht und die die durch den Nihilismus verworfenen „alten“ Werte ersetzen.

Als negatives Gegenstück zum Übermenschen wird in „Also sprach Zarathustra“ der “letzte Mensch” (oder auch „Herdenmensch“) vorgestellt.
Dieser steht für das nach Nietzsche schwächliche Bestreben nach Angleichung der Menschen untereinander, nach einem möglichst risikolosen, langen und „glücklichen“ Leben ohne Härten und Konflikte.

Politische Deutung (insbesondere) im 3. Reich:
Eine rein politische Deutung ist irreführend. Der „Wille zur Macht“, den der Übermensch entwickelt, ist demnach nicht etwa der Wille zur Herrschaft über Andere, sondern ist als Wille zum Können, zur Selbstbereicherung, zur Selbstüberwindung zu verstehen.
Vor allem in der NS-Zeit wurde Nietzsches Übermenschen-Konzeption im Sinne des nationalsozialistischen Gesellschaftsmodells instrumentalisiert und mit der „Herrenmenschen-Ideologie“ des Nationalsozialismus gleichgesetzt, obwohl Nietzsche nicht eine Überlegenheit der Rasse, sondern des Geistes propagiert hatte. Maßgeblichen Anteil an der einseitigen Interpretation hatte Nietzsches Schwester, die nationalsozialistische Ansichten vertrat.

Nihilismuskritik:

a) Rein logisch:
1.: wenn laut dem Nihilismus nichts wahr ist, ist auch er selbst unwahr. –> Es ist also etwas wahr.
b) Politisch/soziologisch:
1.: da Moral verneint/nur zu einem Mindestmaß akzeptiert wird und Nihilismus meist aus Hass, Wut, Enttäuschung usw. (also aus sehr destruktiven Emotionen) entsteht, weicht er die Gesellschaftsmoral/-struktur auf –> er ist politisch sinnlos, da er sich negativ auf den Staat auswirkt.
2.: Egoismus und Morallosigkeit zeichnen eher einen Diktator als einen Demokraten aus. –> Auch wenn von Nietzsche nicht zwangsläufig so gedacht, liegen politische Extreme und gefährliche Ideologien nahe.

Wie Nietzsche richtig erkannt hat, ist der Nihilismus ein (Geistes-)zustand, der unweigerlich destruktive Folgen hat (auch für den Nihilisten selbst), und somit unbedingt überwunden werden muss!


(I.S. 05.03.2007 – d.h. Copyright: Ich.)

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Silberwind.

8 April 2009

Die Schritte der Menschen sind noch etwas ziellos, verheddert in imaginärem Gestrüpp.
Verletzlich wie die Vogelfamilie, die das nasse Gefieder erst trocknen lassen muss und sich zu diesem Zwecke mit jedem Sonnenstrahl verbünden will.
Die Herzen fühlen sich an wie in Teer getaucht, die Federn lose hineingesteckt – als müsste die Seele erst im zähen Dunkel versinken, um den Flügeln Halt zu geben.

Ein blasser Wind steigt spiralenförmig in den erblauenden Himmel, der unsicher beginnt, die Wolken zu vertreiben, aber sich noch nicht recht zu trauen scheint. Wie eine flüssige Säule aus Silber.
Am oberen Ende teilt sich die stille Eleganz, und Tropfen fallen zu Boden, einer in jedes Auge.
Die Menschen erkennen sich nun in einer tiefen, spiegelnden Unendlichkeit, wenn sie sich ansehen.
„Was fühlst du?“ fragt er, die andächtige Stille durchdringend.
„Dich“, ihre Antwort. Und am Grund ihrer Augen versickert der Silbertropfen, bricht mit seinem Glanz durch das geteerte Herz und verbindet sich mit der granatfarbenen Schönheit im Innern.
Es ist dieselbe Schönheit, die so manches Mal zu endlosen Fluren wird, durch die der Wind flieht.
Nicht jetzt.

Das Silber umfließt auch die Blutbuche; Im Rauschen der Wipfel schwingt eine sanfte Melodie mit, durch die laue Luft streckt sie sich und berührt die Ruhenden mit warmer Hand.
Selbst sie kann sich trotz ihrer königlichen Verachtung, die sie sonst für die Welt hegt, dem Augenblick nicht entziehen. Genaugenommen ist sie sogar dankbar, ihre silberne Quintessenz begleiten zu dürfen – und hätte sie statt ihres klingenden Geistes ein menschliches Herz, würde sich der Stolz in Demut wandeln angesichts der Magie, die den alten Baum umfängt.

Der Himmel hat endlich den Mut gefunden, das Grau zu verscheuchen; Die übrigen weißen Wölkchen hängen wie Blüten am Firmament. Im Blau treffen sich Silber und Granat, tanzend und schwerelos.

(I.S. 08.04.2009)

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Das alte Lied auf neuen Saiten.

2 April 2009

Kafka. Woolf. Celan. Nietzsche.
- um nur einige zu nennen, in deren Biografie sich Kreativtität, Intelligenz, Gedanken- und Emotionstiefe mit einem unschönen Ende bzw. psychischen „Störungen“ vereinen.

Was ist das Schwere an Psychischen Problemen? – Die mangelnde Akzeptanz als „Krankheit“ in der Gesellschaft, den Unterschied den wir zwischen Bandscheibenvorfall und Depression machen, das Herabschauen auf Menschen, die abweichen.
Ernsthaft, es würde mir leichter fallen meine Abweichungen wirklich sachlich anzunehmen und mit ihnen zu arbeiten, wenn das anders wäre. Die Angst, nicht mehr ernstgenommen zu werden, treibt mich um.

Was heißt Abweichungen..

Abweichungen <–> Das Besondere an mir
Zukunftsangst, das Gefühl, zu schwach zu sein um unangenehme Dinge durchzuziehen <–> Freiheit, das Gefühl einen Schritt in die richtige Richtung getan zu haben
Ungewissheit, Unsicherheit <–> Chance für neues, Neugier
Schwäche <–> Stärke
Leere <–> Pläne

Ich deute permanent um. Was ich in einem Moment für richtig, für „mich“, für real halte, kann ich eine Sekunde später zerfallen sehen,
was im einen Moment Unsicherheit war, kann ebenso schnell zu reinem Lebenshunger, Mut und „Ich schaff das schon“ werden.
Genaugenommen deute ich nicht nur um, sondern beweise mir in einem Moment das Gegenteil von dem, was ich mir am Tag zuvor eingeredet habe.

Beweisen, Selbstkritik, Selbstreflektion plus Ergebnis <–> Einredung, Illusion, Selbsttäuschung

Meine zwei Seiten werden stärker, entfernen sich voneinander. Die Lücke wird größer, und die Überbrückung wird intensiver, dauert manchmal länger.
Ich fürchte, dass das Seil zwischen den zwei Gipfeln irgendwann reißt, und ich auf einem der beiden festsitze. Ich fürchte den totalen Verlust jedweder Balance.

Ich habe heute stundenlang mit einer weisen, bewundernswerten Person (meiner Großmutter) über meine Zukunft, meine Pläne gesprochen.
Gestern habe ich mein Studium geschmissen – ein großer Schritt für mich.

Jahrelang hatte ich Zwänge im Kopf, die ich erst jetzt gehen lassen konnte.

Ich wollte z.b. nie „Zeit verlieren“ – jetzt kann ich akzeptieren, dass die geplanten Erfahrungen im kommenden Jahr den Zeitverlust wert sein werden.
Ich wollte nie ausziehen, dachte ich könne meine Mutter nicht alleine lassen – doch, ich kann. Und ich muss.
Und vor Allem: „Mit einem 1,8-Abi muss man eigentlich studieren“ – warum? Natürlich, es ist „schade“ darum – aber erstens kann ich jederzeit wieder anfangen mit einem Studium und zweitens – viel bedauernswerter ist ein versautes Leben, nicht ein vielleicht umsonst gemachtes Abitur.

Ich brauche Zeit. Ich will herausfinden, was ich wirklich machen will, und das ist eine Mammutaufgabe.
Trotz meiner Talente, Intelligenz, permanenter (Selbst-)reflektion und einer Fülle an emotionalen Fähigkeiten kann ich damit im (deutschen) Universitätssystem nichts anfangen.

Es gibt weder mündliche Noten, noch verlangt man mir in den Klausuren aufgeklärtes, selbstständiges Denken ab – vielmehr muss auswendiggelernt werden. („Sapere Aude!“- von wegen.)
Für mich, die ich schnell begreife, durch Dialog, Reflektion und Diskussion am meisten Wissen ziehe und nicht (auswendig-)lernen kann und will, nicht zu schaffen.
Ich hätte weitermachen können, vielleicht kann man mir auch mangelnde Konsequenz vorwerfen – aber ich denke, dass mir das kommende Jahr genug Zeit gibt, um mir über einiges klar zu werden.
Und somit hat das Ganze seine Berechtigung.

Es kann doch nicht sein, dass Menschen mit Potenzial, die nicht einmal extrem hoch hinaus, sondern einfach nur ihre Lebensgrundlage erwirtschaften wollen irgendwann, an der Uni verzweifeln, weil das Niveau (in den Geisteswissenschaften) zu niedrig ist?
Ich bin mir sicher, dieser Punkt wird vielen bitter aufstoßen, die das hier lesen – Wenn man etwas leicht bekommt,warum nicht die Chance nutzen? – Weil es mich frustiert, weil ich mich ungerecht behandelt fühle und weil ich unglücklich damit bin.

Womit wir aber wieder bei den vier anfangs genannten Namen wären – Ich stelle mich natürlich nicht mit jenen in eine Reihe, aber ich erkenne überall dieselbe Tendenz – Menschen, die immer streben, immer werden, aber nie sind. Die nie zur Ruhe kommen, rastlos und getrieben an einem bestimmten Punkt zerbrechen.
Menschen, die zu viel denken, zu viel umdeuten, (zu viel?) fühlen.
Die Talente haben, aber am Leben scheitern. Und das bei vielen sogar ohne gravierende Einschnitte im Leben wie Tod, Krieg, Krankheit.

Da will ich nicht hin.
Das ist meine Angst.

Ich bin ein starker Charakter, ich weiß, wann ich Hilfe brauche. Und dieser Punkt ist langsam da – lieber zu früh als zu spät. Bevor das Seil reißt, bevor halbwegs beherrschte Ambivalenz zu Chaos wird.
Es gibt nichts an meiner Psyche, was ich „abstellen“ wöllte.
Aber ich muss eine zu große Entgrenzung verhindern, die Schlucht zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt nicht noch größer werden lassen. Und meine Psyche so annehmen wie sie eben ist.
Wobei ich wieder bei Hinahme wäre.
Die Fähigkeit, zu akzeptieren oder zumindest zu tolerieren.

(Ich weiß, es ist alles etwas ungeordnet und unvollständig – aber ich möchte nichts ändern.)

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2 April 2009

I can’t remember when i cried the last time because of someone’s beauty.

Thank you.

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„Summer is a-coming, arise, arise!“

22 März 2009

My mood is incredible.
Awoke because of a harsh nightmare that showed me all my fears once more, felt lost and broken for some hours, but also a strange kind of happy.
This hopeful athmosphere of arising spring amazes me each time, I can’t believe how thankful and silent it makes me feel to see the trees behind my house, feel the softness of the wind and the sun on my skin and take a deep breath.
So much beauty is reflecting in my eyes, and my heart turns the pictures into a deep blue sea.
It forces me on my knees.

I can’t locate myself, and this time it doesn’t feel bad at all.

20.03.2009

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Fragmente.

20 März 2009

Habe gerade beim Blogkategorien neu anordnen zwei alte, unveröffentlichte Fragmente gefunden.
Es fasziniert mich, den Unterschied von damals zu heute zu sehen – wie anders würde ich mich heute ausdrücken, wie viel mehr weiß ich – die zentrale „Problem“stellung (wenn man es denn so nennen will) ist jedoch ähnlich geblieben.
Deshalb will ich euch das Ganze nicht vorenthalten:

18. Dezember 2007 („Stilmittelsuche“)

Ich versuche die unglaubliche Fülle meiner Gedanken zu umschreiben – und scheitere.

In manchen Momenten reichen Worte nicht mehr aus, und wer mich nicht erfasst, dem nützen selbst diese nichts.

Es gibt für mich keine Kunst die ich mir selbst schuf, trotz meiner Begabungen bin ich doch manchmal hilflos, ausdruckslos, fast starr.

Warum versuche ich ständig mich immer präziser zu definieren?
Warum möchte ich mich immer noch mehr begreifen können?
Will ich mich nicht somit in Regeln zwingen?

Nein, ich suche Befriedigung, den größten geistigen Trieb zu stillen. Mich selbst vollständig zu erfassen.
Und verzweifle manchmal am Stilmittel, das nicht vorhanden scheint.

Wenn ich die Wahl hätte zwischen der WAHRHEIT und dem Weg zur WAHRHEIT – ich würde den Weg wählen.

(…)

25. September 2oo6: („Faszinierend“)

Ist Sehnsucht nicht etwas Wunderbares?

Verlangen nach Emotionen, grenzenlos und gierig, bereit, alles aufzugeben, selbstlos darzubieten, fallenzulassen. Liebevoll. Allerdings macht sie unendlich verletzlich.

Wird diese tiefe Gefühlsregung erfüllt, bietet sich eine Fülle schöner Momente dar.

Wird sie nicht erfüllt, tut sich ein Abgrund auf.

Beginnend mit Nachdenklichkeit, ist von Unsicherheit bis zur absoluten Selbst-an (und -ver) zweiflung die komplette Bandbreite negativer Emotionen vorhanden.

Allen voran die Angst.

(…)

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Schattenecho.

19 März 2009

Der Spiegel fremd, der Funken kam
vom Abgrund einer Zeit
von Sinn und Widersinn, vereint
und Mondglanz, schweigsam Eitelkeit.

Dem matten Gold entrissen
der Zeiger keiner Uhr

Geheimes Laub, ein Kranich fliegt
und singt sein schwarzes Lied
Von seinem Hals bekanntes Bild
tönt durch die kahle Flur.

Was gäb’ ich drum wie er zu sein,
durch Lüfte klar und weich
zu lesen seiner Augen Stern
im Schattenecho Zeit.

I.S. 18.03.2009

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9 März 2009

Der Schmerz der Welt, auf meinen Schultern,
Ruhe, die mich sanft umfängt
Die Stille dieser Sehnsucht
Auroras Morgenröte

Und ein Zirkel der Sonne.

„Es wird Nacht;
Ruh dich aus, ich wache für dich
Die Welt wird unsichtbar.“

Lunas Mondlicht,
In den Wimpern verfangen
Ein schläfriges Blinzeln

Und ein Zirkel des Mondes.

„Es ist Nacht;
Ruh dich aus, ich atme in dir
Die Welt ist unsichtbar.“

I.S. 09.03.2009

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Nach Mitternacht beginnt der Sog verderblicher Gedanken.

8 März 2009

Ich fühle mich, als hätte man mir die Unschuld, das kindliche „Vorher“ gestohlen.
Gibt es einen Punkt, an dem die Vergangenheit zu stark ist, um Zukunft zuzulassen?
(Nicht die unüberwundene – durchaus die überwundene, aber eben unwiderruflich geschehene)

Die schlimmste Wut ist die hilflose, brennende Wut über einen fehlenden „Schuldigen“,
und die tiefste Verletztheit die, die wir uns selbst zufügen.
Ist nicht alles Gefühl Illusion?
Wenn wir es schaffen, zu lieben – lieben wir dann nur das Glück, das uns geschenkt wird?
Mein Hinterkopf erinnert mich: Auch wenn alles Illusion ist – kann uns das nicht egal sein?
Doch, durchaus.
Doch gerade überwiegt das bloße Verlorensein.

Ich fasse dieses perverse Glücksgefühl nicht, das sich den Weg durch die Verletztheit bahnt und mir zuflüstert „Immerhin FÜHLST du Etwas..“

I saw the sun
exploding.

And I am lost tonight.