Archive for the ‘Fremdes’ Category

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Nous Avons Fait La Nuit

24 August 2010

Nous Avons Fait La Nuit

Die Nacht ist begangen, ich halt deine Hand,
ich wache, ich stütz dich
mit all meinen Kräften.
Ich grabe, tiefes Gefurch, deiner Kräfte
Stern in den Stein: deines Körpers
Gütigsein – hier
soll es keimen und aufgehn.
Ich sage mir deine
Stimmen vor, beide, die heimliche und
die von allen gehörte.
Ich lache, ich seh dich
der Stolzen begegnen, als bettelte sie, ich seh dich, du bringst
den Umnachteten Ehrfurcht entgegen, du gehst
zu den Einfachen hin – du badest.
Leise
stimm ich die Stirn jetzt ab auf die deine, stimm sie
in eins mit der Nacht, fühl jetzt
das Wunder dahinter: du wirst mir
zur Unbekannt-Fremden, du gleichst dir, du gleichst
allem Geliebten, du bist
anders von Mal zu Mal.

Nous avons fait la nuit je tiens ta main je veille
Je te soutiens de toutes mes forces
Je grave sur un roc l’éoile de tes forces
Sillons profonds où la bonté de ton corps germera
Je me répète ta voix cachée ta voix publique
Je ris encore de l’orgueilleuse
Que tu traites comme une mendiante
Des fous que tu respectes des simples où tu te baignes
Et dans ma tête qui se met doucement d’accord avec la tienne avec la nuit
Je m’émerveille de l’inconnue que tu deviens
Une inconnue semblable à toi semblable à tout ce que j’aime
Qui est toujours nouveau

– Paul Eluard, Übersetzung von Paul Celan

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Ein Meilenstein.

26 Juni 2009

So erotisch.. Wunderbar. (Puscifer – Rev. 22:20)

Don’t be aroused
By my confession
Unless you don’t give a good
God damn about Redemption
I know Christ is comin‘, so am I
And you would too
If the sexy devil caught your eye

She’ll suck you dry,
But still you’ll cry
To be back in her bosom
To do it again
She’ll make you weak,
And moan and cry
To be back in her bosom
To do it again

(Pray) ‚til I go blind
(Pray) Cause nobody ever survives
Prayin‘ to stay in your arms just
Until I can die a little longer
Saviors and saints,
Devils and heathens alike
She’ll eat you alive

Jesus is risen, it’s no surprise
Even he would martyr his mama,
To ride to hell between those thighs
The pressure is building
At the base of my spine
If I gotta sin to see her again
Then I’m gonna lie and lie and lie

My pulse has been rising
My temples are pounding
The pressure is so overwhelming and building
So steady they’re fretting
I’m ready to blow
What is she, what is she,
What is she waiting for?

(Pray) Pray ‚til I go blind
(Pray) Pray because no one ever survives
Prayin‘ to stay in her arms just to die longer
Saviors and saints,
Devils and heathens alike
She’ll eat you alive

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Ziehende Landschaft

24 Juni 2009

Man muss weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.
Man muss den Atem anhalten,

bis der Wind nachlässt
und die fremde Luft
um uns zu kreisen beginnt,
bis das Spiel von Licht und Schatten,
von Grün und Blau,
die alten Muster zeigt
und wir zuhause sind,
wo es auch sei,
und niedersitzen können und uns anlehnen,
als sei es an das Grab unserer Mutter.

(Hilde Domin)

Bald ist es so weit.

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Some -real- Poetry

9 Dezember 2008

Hungrig bin ich, will deinen Mund, deine Stimme, dein Haar,
und durch die Straßen zieh ich ohne Nahrung, schweigend,
nicht sättigt mich das Brot, die Frühe lässt mich schwanken,
ich suche den fließenden Klang deiner Schritte am Tag.

Mich hungert nach dem Fehltritt deines Lachens,
nach deinen Händen, von bebender Kornkammer gefärbt,
ich habe Hunger nach der blassen Kuppe deiner Fingernägel,
deine Haut möchte ich essen wie die ungebrochne Mandel.

Den Blitz begehr ich, der sich in deine Schönheit gebrannt,
die souveräne Nase im arroganten Gesicht,
möchte essen den flüchtigen Schatten deiner Wimpern

und hungrig geh ich hin und her, witternd in der Dämmerung,
und wie ein Puma in der Einsamkeit von Quitratúe
suche ich dein brennendes Herz.

Pablo Neruda.

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25 Januar 2008

We saw things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. We watched C-beams glitter in the dark near the Tanhauser gate. But soon all those moments would be lost in time – like tears in rain..

(weiß jemand woher das ist?)

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Lucid.

23 Januar 2008

Praised be man

he is existing in milk, and living in lillies

and his violin music takes place in milk and creamy emptiness.

Praised be the unfolded inside petal flesh of tenderest thought

praised be delusion; the ripple

praised be the holy ocean of eternity

praised be I, writing, dead already, and dead again.

Jack Kerouac

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Some Poetry?

30 April 2006

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst!
Und übe, Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn!
Mußt mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine Hütte,
Die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn als euch Götter.
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.

Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, weinen,
Genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich.

(aus „Prometheus“,Goethe)

Der Mann war seiner Zeit in so Vielem voraus..

Und mein Lieblingsgedicht von Schiller:

Nänie

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe, da weinen die Götter, es weinen die Göttinen alle,
Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich,
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.